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Komplexität im Arbeitsalltag mit VUCA-Strategien bewältigen

Wie in unserem Blogbeitrag “New Work ist kompliziert, nicht komplex” erläutert, bleiben weder Leadership noch Strategien in Organisationen von der Dynamik der neuen Arbeitswelt “New Work” verschont. Erfahrungen, Glaubenssätze und Paradigmen kommen an ihre Grenzen, da es nicht mehr nur diesen einen Weg oder DAS Führungsinstrument gibt. Individualität löst soz. die Standardvorgehensweisen ab. Das heisst auch, dass umso unberechenbarer die Entwicklung einer Herausforderung, desto mehr Anpassungsfähigkeit wird für den Wandel benötigt.

 

Hinsichtlich dieser Unplanbarkeit wird häufig das Akronym VUKA (volatil-unsicher-komplex-ambivalent) verwendet. Diese vier Buchstaben beschreiben die Dynamik, die in der neuen Arbeitswelt Normalität sind. Denn vergangene und gegenwärtige Aktivitäten, Leitungen, Erkenntnisse lassen sich immer seltener für zukünftige Erfolge heranziehen. Allen Unternehmen, ob gross oder klein, stehen neue Herausforderungen bevor. Die Welt wird komplexer, dies macht sogar kurzfristige Entscheidungen schwierig. Transparente Märkte und ein schnelleres Tempo kreieren zusätzlich einen hohen Druck am Arbeitsplatz.

Wenn nicht Alles planbar ist, muss das, was planbar ist, geplant werden. Wenn auch nur einzelne Schritte und auf Sichtweite. Die Learnings daraus sind danach die Grundlage für die Planung weiterer Schritte. Basis dieses Vorgehens sind kontinuierliche Selbstreflexion, gegenseitiges Vertrauensverhältnis und die Bereitschaft zu mutigen Entscheidungen. 

Zunächst aber zur Frage, wie kann VUKA begegnet werden, wenn nicht mit bisher bewährten Vorgehensweisen? Die Antwort dazu ist in VUCA-Prime zu finden, das in allen Stufen der Organisation anwendbar ist. Diese vier Grundstrategien gegen komplexe Situationen finden Sie in unserem nachstehenden Praxistipps.

 

Praxistipp 1: Mit Vision gegen Volatilität

Wenn sich die Ausgangslage (ständig) ändert, ist es wichtig, sich auf die Vision zu fokussieren, d.h. Orientierung zu schaffen, wohin es soll. 

Praxistipp: Ein Bild von der wünschenswerten Zukunft malen. Gemeinsam. Als Kompass und zur Orientierung. Um Sinn zu stiften und Motivation auszulösen. Und Identifikation und Wirkungskraft nach innen und außen zu bekommen.

 

Praxistipp 2: Mit Verstehen (Understanding) die Unsicherheit reduzieren

Wenn die Ausgangslage unsicher ist, ist es wichtig, den unsicheren Situationen Sinn zu geben und diese Beteiligten verständlich zu machen. Sobald die Beteiligten die Situation (Zusammenhang) verstehen, verringert sich einerseits die Unsicherheit und andererseits erhöht sich das Vertrauen.
Praxistipp: Zusammenhänge verstehen und verstehbar machen. Kontext berücksichtigen. Strategisch denken und planen. Vom Ergebnis ableiten und rückwärts betrachten. Kompetenzen abgleichen. Verhalten und Reaktionen annehmen und nutzen. Angst und Widerstand in produktive Energie wandeln.

 

Praxistipp 3: Mit Clarity (Klarheit) gegen Komplexität antreten

Wenn die Ausgangslage vielschichtig ist, ist es wichtig, unnötige und verwirrende Details möglichst zu beseitigen und auf die zentralen Aspekte zu fokussieren. Der Ansatz, um Klarheit in der Komplexität zu schaffen lautet, «welches ist das (grösste) Risiko und wie kann es adressiert werden?»

Praxistipp: Klarheit. Einfachheit. Fokus auf das, was zählt und worum es wirklich geht. Vertrauen, transparente Zusammenhänge und Prozesse. Kraft und Energie genau dort einsetzen, wo sich deren Wirkung am besten entfaltet.

 

Praxistipp 4: Mit Agility (Anpassungsfähigkeit) der Uneindeutigkeit begegnen

Wenn die Ausgangslage uneindeutig ist, ist es wichtig, durch Anpassungsfähigkeit schnell auf sich ändernde Situationen zu reagieren.
Praxistipp: Anpassungsfähigkeit. Beweglichkeit. Lebendigkeit. Hierarchische Führungsmethoden hinterfragen. Eine konsequente Entscheidungs- und Fehlerkultur fördern. Transparenter Umgang mit Widersprüchen. Innovation ermöglichen und Widerstandskraft (Resilienz) stärken.

Praxistipp 5: Hybrides statt religiöses Vorgehen

Aller Anfang ist schwer. Entgegen anderen Auffassungen haben wir mit einem sanften Wandel und Übergangsphasen sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir bieten unseren Kunden deshalb den Change in «hybrider Vorgehensweise» an. Konkret bedeutet das, gemeinsam die Wozu-Frage an relevanter Stelle geklärt, kombinieren wir Bewährte Ansätze mit Methoden aus unserer agilen Toolbox.

 

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